Sind Bio-Lebensmittel ihr Geld wert?

Mark Zuckerberg ist kein Bio-Landwirt

Bio ist keine Gelddruckmaschine. Die reichsten Menschen der Welt wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg, sind keine Bio-Landwirte. Doch du musst nicht Mr. Gates sein, um dir Bio leisten zu können.

Bio ist teurer, als konventionelle Ware. 1,29 Euro kostet ein Kilo Karotten regulär im Supermarkt. Die Bio-Karotten kosten dort 1,79 Euro. Bei meinem Bauern zahlt ihr 1,80 Euro. Die fünfzig Cent Unterschied sind viel mehr wert.

„Bio“ nennen sich Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft, die nicht gentechnisch verändert wurden und die ohne synthetischen Dünger gezogen wurden. Ein ganz wunderbares, vielseitiges Gewächs, dass sich jede Familie leisten kann, verrate ich dir als Geheimtipp am Ende dieses Artikels. Bio ist vor allem daher teurer, da die Bauern weniger Ertrag haben, obwohl sie mehr Arbeit mit der Pflege und Aufzucht haben.

Worin liegen die Nachteile von üblichem Gemüse?

Gemüse, Salate und Früchte, die du nicht vom Bio-Bauern kaufst oder die keins der Bio-Siegel tragen, entstammen dem konventionellen Anbau. Diese Pflanzen sollen möglichst schön aussehen, zu einer vorgegebenen Zeit erntereif und leicht zu lagern sein. Da du Vitamine und Mineralstoffe den Pflanzen weder ansehen, noch diese am Geschmack erkennst, werden sie nicht nach diesen Kriterien gezüchtet. Schon die Samen werden meist von Chemiekonzernen geliefert und mit chemischem Mitteln behandelt, die Insekten oder Pilzbefall fernhalten sollen. Nach der Aussaat werden dann Herbizide wie Glyphosat verteilt, um Unkraut zu vernichten. Es folgen Insektengifte und Anti-Pilz Mittel. Damit wir jedes Gemüse saisonunabhängig kaufen können, muss es im Treibhaus noch stärker behandelt werden, als auf offenen Feldern zur natürlichen Wachstumszeit. In den Böden sammeln sich Gifte, die noch Jahre später von neu gepflanztem Gemüse aufgenommen werden.

Welche Folgen die künstliche Düngung mitbringt

Kunstdünger macht die Pflanzen magnesiumarm und erhöht die Nitratwerte. Die Pflanzen ziehen sich so viel Nitrate und Magnesium aus dem Boden wie sie können. Beim Bio-Bauern ist der Magnesiumgehalt im Boden höher und der Nitratgehalt niedriger. Vor allem für dein Baby willst du aber die besten Vitalstoffe und keine Schadstoffe im Essen. Der Darm deines Babys muss sich erst an alles gewöhnen und ist schnell überfordert und wird krank, wenn er mit Pestiziden und anderem belastet wird, als das für uns Erwachsene ist.

Wird mit Kunstdünger eingegriffen, stimmt das Verhältnis nicht mehr und unter anderem Spinat, Rucola und Rote Bete kommen mit zu hohen Nitratwerten in die Schlagzeilen. Für Babys unter 6 Monaten können Nitrate tödlich enden.

Welche Gefahren lauern in importierten Lebensmitteln?

Vom Feld bis auf deinen Teller vergeht mehr Zeit, wenn du Gemüse kaufst, das nicht bei uns geerntet wurde. Durch Transport und Lagerung gehen wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren. Daher lohnt es sich, regionales Gemüse zu essen. Aber nicht nur das:

In Europa sind viele hochgiftige Spritzmittel für Lebensmittel verboten, die außerhalb noch benutzt werden dürfen. Importierte Früchte, Gemüse und Salate können damit belastet sein. Es muss Masse verkauft werden, um unsere billigen Preise zu halten. Diese Masse wird mit fraglichen Substanzen gezogen und ist ein Teufelskreis. Wer faire Bio-Ware kauft, durchbricht ihn.

Warum Bio nicht gesünder ist und wie Bio schmeckt.

Eine Bio-Limonade ist zwar einer normalen Limonade vorzuziehen, aber gesund sind beide nicht. Bio-Zucker ist immer noch Zucker mit all seinen Nebenwirkungen.

Bio ist nicht mit gesund oder gesünder gleichzusetzen.

Biologische Lebensmittel, die Sinn machen sind in erster Linie Gemüse, Salate, Obst, Früchte, Getreideprodukte, Gewürze, Kräuter und Öle. In zweiter Linie in Maßen sinnvoll sind biologische Tierprodukte wie Fleisch, Eier, Butter und Fisch. Kritisch solltest du Bio-Fertigprodukten gegenüberstehen und auch hier die Zutatenlisten genau lesen.

Ob Bio besser schmeckt, musst du selbst ausprobieren. Es kommt auf die Sorten an, aber die Karotten von unserem Bauern schmecken sowas von nach Möhren, da kann sich unser Ex-Toom mal eine Scheibe von abschneiden. Die Erdbeeren direkt vom Feld sind grandios, die frischen Salate sind die perfekte Zutat für grüne Smoothies und die Tomaten schmecken nicht nach roten Wasserbällen.

Wir spazieren manchmal an den Feldern entlang. Ich vertraue dem Bauern, auch ohne Bio-Aufkleber. Wenn du bei dir keine solche Möglichkeit findest, dann kauft eure Produkte in Bioläden, auf einem Wochenmarkt oder im Supermarkt. Es gibt auch Bio-Lieferdienste.

Eine gute Übersicht über die verschiedenen Bio-Siegel und welche Versprechen sie geben, habe ich bei Wikipedia entdeckt: Bio-Siegel

Egal, ob biologisch oder konventionell:

Gemüse, Salate und Früchte gut waschen, ganz gleich, ob du sie schälst oder kochst. Nach dem Schälen die Hände waschen und dann erst weiter zubereiten.

Die Königsdisziplin in gesunden Lebensmitteln ist der Selbstanbau. Hast du einen Garten oder einen großen Balkon kannst du dir mit einem grünen Daumen wunderbares Gemüse zaubern. Dazu gehört Leidenschaft, Lust, Geduld und Zeit.

Mein Geheim-Tipp, den du auch ohne all das leicht umsetzen kannst: Kresse! Sie wächst auf der Fensterbank oder Küchenzeile innerhalb von wenigen Tagen.

Einfach auf einen Teller etwas Küchenrolle legen, Samen darauf streuen und feucht halten. Ältere Kinder können den Keimlingen beim Wachsen fast zusehen. Für Beikoststarter ist sie nur in Waffeln oder stark zerkleinert in einem Pesto zu genießen, aber für alle anderen am Familientisch kannst du damit Salate, Soßen und Suppen aufpeppen oder Butterbrote belegen. So hast du ein sehr hochwertiges, frisches und günstiges Lebensmittel.

Die Vorteile von Kresse

  • liefert Vitamin A und C
  • liefert Eisen und Calcium
  • liefert Folsäure (Folat)
  • fördert die Milchbildung bei Stillenden

Regionale Bio-Qualität ist an Vitalstoffen nicht zu toppen. Der ein oder andere Euro muss dafür wöchentlich mehr ausgegeben werden. Mir ist er das wert. Dafür brauchen wir keine Kinderkleidung mit Disney Motiven, Fertignahrung oder regelmäßige Kinobesuche.

Worauf verzichtest du, um dir Bio-Lebensmittel leisten zu können?

Ich wünsche dir biologische Familientischgespräche,

Deine Kerstin

Quellen: https://www.welt.de/finanzen/gallery149550236/Das-sind-die-reichsten-Menschen-der-Welt.html

https://www.oekolandbau.de/verbraucher/wissen/fragen-und-antworten/biolebensmittel/warum-sind-biolebensmittel-teurer/

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