Warum du diese 9 Nahrungsmittel deinem Baby besser NICHT gibst

9 verbotene Lebensmittel für Babys

Verbote.

Honig und Milch.

Prüfe die Inhaltsangaben von Fertigprodukten.

Verzichtest du aus Eitelkeit auf die Sahne zum Kuchen, könnte der Honig im Tee deinem Baby schaden.

Kochst du selbst, weißt du was im Nahrungsmittel drin ist und hast die Hoheit über die Zutaten.

Die verbotenen Lebensmittel sind nicht „plötzlich“ erlaubt. Es ist nicht wie beim Volljährig werden, dass sich Türen öffnen wie beim Adventskalender. Deshalb ist es besonders wichtig ein „Warum“ beantworten zu können. Nur dann kannst du entscheiden, welche Lebensmittel du im ersten Jahr anbietest und welche Lebensmittel du erst nach 12, 18 oder 24 Monaten geben willst. Oder gar nie. Zusätzlich zu den 9 definitiv verbotenen Lebensmitteln habe ich die Liste um die zwei umstrittenen Themen Öl und Kinderprodukte ergänzt.

Hier die verbotenen 9 Nahrungsmittel(gruppen) und der Grund dahinter:

1. Alkohol und andere Gifte

Von der Brust zur Flasche? Kommt nicht in Frage. Doch es geht um viel mehr, als um Alkohol in Sinne von Bier, Apfelwein und Schnaps. Lies die Inhaltsangaben von Fertigprodukten genau. Es gibt Aufbackbrötchen, Törtchen und Soßen, die Alkohol enthalten.

Bei Medizin gibt es alkoholfreie Alternativen. Alkohol ist Gift. Auch für Babys!

Zu diesem Punkt zählen für mich alle Gifte wie auch Koffein und Teein.

2. Honig

Honig bitte frühestens nach dem zweiten Geburtstag. Es besteht die Gefahr einer speziellen Lebensmittelvergiftung: Botulismus. Im Naturprodukt Honig können Spuren von Bakterien enthalten sein, die uns Erwachsenen kaum etwas anhaben.

Babys können daran sterben!

Der Unterschied liegt in der Ausreifung des Darms.

In gekippten Konserven oder selbst eingemachtem Gemüse können die Bakterien auch entstehen. Wenn sich eine Konserve ausdehnt: Nicht mehr essen.

3. Rohe Eier, rohes Fleisch, Rohmilch

Mayonnaise, Plätzchenteig und Tiramisu gehören definitiv nicht auf den Baby-Speiseplan. Alle Speisen, die mit rohen Eiern zubereitet und dann unerhitzt gegessen werden, können Salmonellen in sich tragen.

Bei rohem Fleisch sieht es ähnlich aus.

Für Babys kann eine Lebensmittelvergiftung mit Salmonellen tödlich enden.

Im Fall, dass das Baby mit essen soll: Das Steak bitte well done.

Rohmilchprodukte erkennst du bestimmt noch aus der Schwangerschaft. Bei Ihnen sind es nicht die Salmonellen, die Bauchweh machen, sondern die Listerien. Käse aus Rohmilch muss in Deutschland mit einem Hinweis versehen sein. Steht nichts von Rohmilch auf der Verpackung, ist er aus pasteurisierter Milch gemacht. Zum Käse später mehr.

4. Ganze Nüsse

Es geht nicht um die Nuss. Ist sie Gemahlen oder als Mus verarbeitet, gibt es nur bei Allergikern ein striktes Verbot. Ansonsten können Nüsse mit begleitendem Stillen zum Beispiel in Waffeln, Müslis oder als Aufstriche verwendet werden. Bei ganzen oder halben Nüssen ist die Gefahr des Erstickens riesig. Da Nüsse nicht nachgeben, verschließen sie schnell die Luftröhre.

Aus dem gleichen Grund rate ich von Rosinen und anderen getrockneten Früchten sowie von Heidelbeeren und Trauben ab, bis dein Baby den Pinzettengriff beherrscht. Kann es die Rosinen selbst aufpicken und in den Mund nehmen, ist es in der Lage sie zu essen.

5. Milch und Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Frischkäse, Käse,…

Tierische Milch hat eine schlechte Zusammensetzung von Nährstoffen. Sie enthält viel zu viel Eiweiß und das Calcium-Magnesium Verhältnis ist grottenschlecht. Milch vor dem 1. Geburtstag hat ein hohes Risiko, um Allergien auszulösen, ist oft unerkannt der Auslöser für Bauchschmerzen und Hautprobleme.

Im Quark und Frischkäse ist der Eiweißgehalt noch höher. Die Eiweiße müssen über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden und sind schnell überfordert. Beim Frischkäse und Käse kommt der hohe Salzgehalt hinzu. Frischkäse ist ein stark industriell verarbeitetes Produkt und schafft es daher sowieso nicht auf den ganzheitlichen Familientisch.

Die DGE rät das erste Jahr von Trinkmilch ab, geringe Mengen könnten ab dem sechsten Monat gegeben werden. Du musst dein Kind nicht an Kuhmilch gewöhnen. Hier habe ich etwas zum Thema Calcium und Milchverzicht geschrieben: Calciumversorgung und Milchmärchen 

Ziegen-, Schafs oder Sojamilch sind ebenfalls ungeeignete Alternativen.

Auch für Pre-Nahrung gibt es vegane Alternativen, die ohne Kuhmilch hergestellt werden.

6. Salz und scharfe Gewürze

Dein Baby darf den puren Geschmack genießen und braucht kein gesalzenes Essen. Zu viel Salz belastet die Nieren. Da es immer wieder Salzbefürworter gibt, habe ich dazu einen eigenen Artikel geschrieben.

Bis zum dritten Lebensjahr sollen es unter 2g Salz am Tag sein. Mehr zum Thema: Tödliches Salz?!

Scharfe Gewürze wie Chili oder Ingwer gehört nicht in die Kinderküche. Zu sehr könnten die scharfen Gewürze den Darm eures Babys reizen.

7. Zucker, Süßstoffe

Zucker und Süßstoffe sind nicht nur überflüssig, sondern gefährlich. Zucker entzieht dem Körper wichtige Mineralstoffe und greift die Zähne an.

Mit Zucker sind Haushaltszucker, Kristallzucker, Vollrohrzucker, brauner Zucker, Rohrzucker und alle anderen isolierten Zucker gemeint.

Bio-Zucker ist genauso schädlich.

Zucker bringt Energie und wird ruck-zuck in Fettdepots gespeichert. Süßstoffe sind keine Alternative. Sie wirken schnell abführend und können Leber und Nieren bei der Entgiftung überfordern. Wenn es süß sein soll, dann gib frisches, reifes Obst. Es gibt keinen Haushaltszuckermangel: Du könntest ein komplettes Leben lang ohne den Industriezucker leben. Und das noch BESSER, als mit ihm. Hier erfährst du, welchen Zucker Babys brauchen 

8. Blattsalate

Sie sind mühsam zu schlucken. Ein Beikost-Anfänger kommt damit nicht zurecht. Frust oder Verschlucken vorprogrammiert. Als grüne Smoothies oder kalte Suppen kannst du sie natürlich geben. Hier geht es eher um die Konsistenz, als um die Nährstoffe.

Pups-Gemüse wie manche Kohlsorten oder Hülsenfrüchte kannst du in kleinen Mengen testen und bei entsprechender Verträglichkeit bedenkenlos geben. Hülsenfrüchte über Nacht in Wasser einweichen und das Einweichwasser verwerfen. Das reduziert die blähende Wirkung.

9. Getränke mit Kohlensäure (oder Zucker)

Limonaden, Wasser mit Aromen, Sprudelwasser, Eistee, Milchmixgetränke, Energydrinks, Säfte und Sirupe sind schädlich für uns alle. Sie verbrauchen beim Abbau wertvolle Mineralstoffe und belasten den Körper.

Gib deinem Baby ausschließlich Muttermilch und ggf. natriumarmes Wasser gegen Durst. Dazu mehr hier: Wasser trinken leicht gemacht

Wenn du noch viel stillst, braucht dein Baby kein zusätzliches Getränk. Erst wenn 3 Mahlzeiten eingenommen werden ohne in der halben Stunde davor und danach zu stillen, braucht dein Baby wahrscheinlich zusätzliches Wasser. 

Tee ist ein Heil- und kein Nahrungsmittel. Richtig zubereitete Kräutertees sind für kranke Kinder sinnvoll, jedoch nicht als Durstlöscher. Viele Teesorten enthalten Aroma. Dieses ist in der Regel nicht weiter deklariert, so dass du die Kontrolle über die Ernährung deines Baby schon mit dem Tee abgibst. Schwarzer und Grüner Tee blockieren die Eisenaufnahme. 

Saft braucht dein Baby nicht. Gelegentliche Smoothies kannst du frisch zubereiten, sobald dein Baby die puren Früchte isst und gut verträgt. Sie zählen dann als unvollkommene Obstmahlzeit – niemals als Durstlöscher. Viele Babys bekommen von Fruchtsäften oder Obst-Smoothies Durchfall oder werden Wund.

Grüne selbstgemixte Smoothies kannst du nach dem ersten Geburtstag langsam einführen. Sie sollten zum größeren Teil aus grünem Blattgemüse und Wasser bestehen und zu einem kleineren Teil aus Früchten.

2 umstrittene, unsinnige Nahrungsmittel für Babys

1. Welches Öl darf verwendet werden?

Für die ersten Beikostmahlzeiten brauchst du kein zusätzliches Fett. Aber wenn, dann soll es in jedem Fall Bio sein. Rapsöl, Olivenöl oder weißes Mandelmus sind geeignet. Sonnenblumenöl ist ungeeignet, da es ein schlechtes Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis hat.

Das Gehirn braucht Fette, um seine Hochleistungen zu zeigen. Die Vitamine A D E K  benötigen Fette, um vom Körper aufgenommen zu werden. Doch wird viel zu viel Wind ums Öl gemacht.

Stillst du kurz vor oder kurz nach der Mahlzeit, brauchst du dir null Gedanken darum zu machen.

Fette brauchen etwa zwei Stunden um verdaut zu werden, so dass sich die Vitamine auch in der vor oder nachher getrunken Muttermilch noch lösen können.

Gib das Öl nach dem Kochen hinzu. Du darfst es nicht erhitzen, da sich dadurch unbeliebte Transfettsäuren bilden können.

Kaltgepresstes Öl hat für Babys einen miesen Ruf, da es mehr Schadstoffe enthält als stark raffiniertes Öl. Dafür hat es oft mehr für die Gesundheit zu bieten. Im raffiniertem Öl entstehen zum Teil 3-MCPD-Fettsäureester, die ebenfalls nicht gut fürs Baby sind.

Du musst dich entscheiden, welchem Öl du vertraust. Ein spezielles Beikostöl muss es nicht sein.

Die Gläschenkost muss in der Regel mit Öl ergänzt werden, damit auch die in ihnen eventuell vorhanden fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können.

2. Spezielle Kinderprodukte

Eltern werden von der Nahrungsmittelindustrie verarscht.

Die Kinderprodukte werden extra für Kinder beworben. Bunte Becher mit süßen Comic-Helden und mit zuckrigem, unausgewogenem Inhalt. Immer wieder gibt es Diskussionen, wie viel Schönreden in der Werbung erlaubt ist. Schon lange sitzen psychologisch geschulte Werbetexter in ihren Büros und suchen Vergleiche, die ihre Produkte vermeintlich gut aussehen lassen.

Wer braucht Babykekse, Schokoladenbrei, Kinderquark, Gummibärchen oder Wurst mit Gesicht?

Niemand. Das Zauberwort lautet mal wieder: Bitte!

Bitte lies die Zutatenliste!

Den Namen zu lesen reicht nicht. Den Werbetext erst recht nicht. Ein Erdbeerjoghurt muss keine Erdbeeren enthalten. Dafür können undefinierbare Aromen, Zucker und andere ungesunde Stoffe enthalten sein.

Ich bin kein Gegner der Nahrungsmittelindustrie, aber sehr wohl bin ich Anti-Scheißdreck – und genau das wird viel zu viel verkauft. Wie siehst du das?

Ich wünsche dir gesunde Familientischgespräche,

Deine Kerstin

PS: Ist zwar kein Nahrungsmittel, aber ebenfalls umstritten: Fluorid. Dazu ist hier ein eigener Artikel.

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