Was ist grünes Blattgemüse? Und wie kommt Calcium, Eisen und Vitamin C ins Baby?

Und wie kommt Calcium, Eisen und Vitamin C ins Baby?

Die Wunderwaffe heißt: Grünes Blattgemüse.

Sobald du dich mit gesunder Ernährung auseinandersetzt, bedeutet Gemüse nicht nur noch Karotten, Paprika oder Blumenkohl. Die sind super, aber bei Weitem noch nicht alles, was der heimische Marktstand so hergibt. Immer wieder liest du von „grünem Blattgemüse“. Du sollst es roh in grüne Smoothies mischen, zu den Hauptmahlzeiten anbieten und so oft verwenden wie du nur kannst. Go for it!

In grünem Blattgemüse stecken nützliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Grünes bio Blattgemüse bringst du am besten täglich auf den Familientisch.

Falls dir nur Spinat einfällt, hier eine größere Auswahl an Lebensmitteln, die unter den Begriff „grünes Blattgemüse“ fallen:

  • Bärlauch (liefert vor allem Vitamin C)
  • Basilikum (liefert vor allem Eisen)
  • Batavia Salat
  • Brennnessel (liefert vor allem Calcium, Magnesium und Eisen)
  • Chicorée
  • Chinakohl (liefert vor allem Calcium)
  • Dill (liefert vor allem Eisen)
  • Eichblattsalat
  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Gartenmelde
  • Giersch
  • Grünkohl (liefert vor allem Calcium und Vitamin C)
  • Klee
  • Kopfsalat
  • Korianderkraut
  • Kresse (liefert vor allem Eisen und Vitamin C)
  • Löwenzahn
  • Majoran
  • Mangold
  • Melisse
  • Moringa
  • Oregano
  • Pak Choi (liefert vor allem Calcium)
  • Petersilie
  • Pimpinelle
  • Portulak
  • Postelein
  • Römersalat
  • Rucola
  • Sauerampfer
  • Spinat
  • Sprossen
  • Vogelmiere
  • Wegwarte
  • Zuckerhut

Was machst du mit grünem Blattgemüse?

Das Gemüse kannst du mit Pinienkernen und einem hochwertigen Olivenöl zu Pesto verarbeiten oder es mit weiteren Zutaten zu einem grünen Smoothie verarbeiten. Grüne Smoothies sollten zu 60-80% aus grünem Blattgemüse und einem kleineren Teil aus 1 bis 2 Sorten Obst bestehen. Wir lieben Feldsalat, Portulak und Spinat Smoothies und sogar den bitteren Zuckerhut, genießen wir im Drink. Die enthaltenen Bitterstoffe kommen sonst nicht besonders gut auf unserem Familientisch an. Die kleinen grünen Shots gehen immer. 

Mangold, Spinat oder Chinakohl kannst du dampfgaren.

Größere Kinder und Erwachsene können es auch als Salat zubereitet essen, Babys und vor allem Beikost-Anfänger kommen mit rohen Blattsalaten meist noch nicht zurecht. Falls du ein Thema damit hast, dass dein Kind kein Gemüse mag, schau mal in dieses Blogbeitrag: Was du tun kannst, wenn dein Kind kein Gemüse mag 

Calcium und Vitamin D als Tablette oder übers Sonnenlicht?

Für die Calciumversorgung solltest du auf grünes Gemüse setzen. Das Milch der beste Lieferant für Calcium ist, längst überholt. Einzig die Nahrungsmittelindustrie und deren Vertreter kämpfen weiter für das hohe Ansehen der Milch. Eine Calciumversorgung ist dennoch einfach:

Calcium steckt in fast allen Gemüsesorten. Besonders gute, natürliche Calciumlieferanten sind:

  • Brennnessel
  • Brokkoli
  • Chinakohl
  • Grünkohl
  • Pak Choi

Um Calcium gut aufnehmen zu können, brauchen wir Vitamin D.

Dieses wird vor allem durch Sonnenlicht von unserem Körper selbst gebildet. Dazu müssen Sonnenstrahlen auf unsere Haut treffen. Auch Babys können Vitamin D so selbst bilden. Das funktioniert aber nur, wenn sie täglich mindestens 10 Minuten ohne Kopfbedeckung in der Sonne sind. Natürlich nicht während der gleisenden Mittagssonne, sondern besser am Vormittag oder späten Nachmittag. In Deutschland ist im Sommer ein Sonnenschutzmittel zwar sinnvoll, ein Sonnenblocker (LSF50+) aber unnötig.

Achte beim Sonnenschutz auf eine Sonnencreme mit mineralischem Filter, die frei von Nanopartikeln, Duftstoffen und Mineralölen ist.

Am sichersten schützt Kleidung vor den UV-Strahlen. Babys und Kleinkinder bleiben vorwiegend im Schatten.

In den ersten zwei Lebensjahren ist es in DE üblich Tabletten oder Öl mit Vitamin D zu geben, um einen Mangel auszuschließen. Wenn du diese gibt’s, braucht dein Baby die zehn Minuten täglich nicht in der Sonne sein. Ich würde Vitamin D Tabletten auf jeden Fall ohne Fluoride geben dazu mehr im Artikel: Fluoride fürs Baby?

Eisen und Vitamin C und ob du Saft in den Brei geben sollst

Heiß diskutiert ist das Spurenelement Eisen. In der Schwangerschaft sinkt der Eisenwert der Mütter, um sie vor Infektionen zu schützen. Nach der Schwangerschaft normalisiert er sich bei einer ausgewogenen Ernährung meist von selbst wieder. Dein Baby kommt mit gespeichertem Eisen für etwa 6-7 Monaten zur Welt. Danach bezieht es Eisen vorwiegend aus deiner Muttermilch. Zwar ist der Gehalt in der Muttermilch nicht immens hoch, aber besonders leicht für dein Baby aufzunehmen. Hier spielt die Qualität eine große Rolle.

Und weiteres Eisen kannst du mit diesen Lebensmitteln auffüllen:

  •  Amaranth
  • Kürbiskerne
  • Basilikum
  • Brennenssel
  • Dill
  • Gartenkresse
  • Haferflocken
  • Hirse
  • Topinambur
  • Schwarzwurzel
  • Kichererbsen
  • Linsen

Für die perfekte Eisenaufnahme wird Vitamin C gebraucht. Vitamin C ist in unglaublich vielen Gemüsen, Früchten und Kräutern enthalten. Mit einer natürlichen, basenüberschüssigen Ernährung ist es sehr schwer, einen Mangel zu erleiden. Besonders viel Vitamin C liefern:

  • Bärlauch
  • Brokkoli
  • Erdbeeren
  • Fenchel
  • Grünkohl
  • Kohlrabi
  • Kresse
  • Orangen
  • Papaya
  • Paprika rot
  • Petersilie
  • Rosenkohl
  • Spinat 

Daher kommt auch der Schuss Saft im Brei. Ich fand das zuerst völlig idiotisch. Ich mag keinen Teelöffel Apfelsaft in meiner Tomatensoße. In den Frühstücksflocken oder im Abendmüsli, konnte ich es mir noch vorstellen, nicht aber bei herzhaften Varianten. Viele empfehlen beim Fleischbrei oder Haferflockenbrei entweder etwas Obstmus oder Obstsaft zuzugeben, um die Eisenaufnahme zu erhöhen. Das ist geschmacklich vielleicht eklig, aber ernährungstechnisch nicht ganz falsch. Jedoch enthalten die Säfte bei weitem nicht mehr so viel natürliches Vitamin C wie die puren Früchte. Oft wird künstliche Ascorbinsäure nachträglich zugesetzt. Ein frisch gepresster Saft ist vorzuziehen. Schon wenige Stunden nach dem Pressen, ist die Struktur im Saft schlechter.

Es ist besser zum Nachtisch frisches Obst zu geben. Es müssen auch nicht zwingend die Erdbeeren oder Orangen sein, auch Heidelbeeren, Himbeeren, Honigmelone, Kiwi, Mango oder Papaya enthalten noch ordentlich Vitamin C, um das Eisen gut ins Baby zu bekommen. Falls dein Baby oder Kleinkind schon gut kaut, kann es auch rohe Paprika Sticks anstelle von Salat dazu essen.

Vitamin C ist hitzeempfindlich. Roher Brokkoli enthält etwa 115mg Vitamin C, gekochter noch um die 90mg. Je schonender du ihn zubereitest, desto mehr hitzeempfindliche Stoffe bleiben erhalten.

Zusammenspiel der Mikronährstoffe

Um Eisen besser aufnehmen zu können, brauchst du Vitamin C.

Um Calcium in die Knochen aufnehmen zu können, brauchst du u.a. Magnesium und Vitamin D.

Das sind nur zwei Beispiel, die deutlich machen, dass es unnütz ist, einzelne Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente zu supplementieren. Dies ist nur bei gewissen Krankheiten und nach medizinischer Diagnose eventuell für eine zeitlang nötig.

Dein Körper und auch der Körper deines Babys braucht ganzheitliche Lebensmittel.

In einer Frucht oder einem Gemüse kommt kein isoliertes Vitamin vor. Es sind immer eine ganze Reihe an tollen Stoffen enthalten. Von den sekundären Pflanzenstoffe sind nicht mal alle bekannt. 

Mit grünem Blattgemüse kannst du deine Familie ideal versorgen. Die beste Nahrungsergänzung für dein Baby und Kleinkind ist und bleibt jedoch die Muttermilch. Still so lange du kannst.

Ich wünsche dir wundervolle Familientischgespräche,

Deine Kerstin

 

Quellen: Akademie der Naturheilkunde

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